Tokio Hotel Celebrate 'Kings Of Suburbia' Release at Berlin Press Conference & Photo Call!
Bill and Tom Kaulitz of the band Tokio Hotel make their entrance while attending a press conference and photo call for their new album Kings Of Suburbia on Thursday (October 2) in Berlin, Germany.
The 25-year-old twin brothers were joined by their bandmates Georg Listing and Gustav Schafer as they promoted the new record, which hits stores worldwide on Monday (October 6)!
PHOTOS: Check out the latest pics of Tokio Hotel
Kings Of Suburbia is the band’s first album in five years, it features the singles “Run, Run, Run” and “Girl Got a Gun” – Watch both music videos below!
Fünf Jahre war es still um Tokio Hotel. Die Frontmänner Bill und Tom Kaulitz zogen nach Los Angeles und fanden Inspiration und Freiheit. Im Interview der Nachrichtenagentur dpa sprechen die musikalischen Zwillinge über den Luxus der Anonymität, kreischende Mädchen und ihr neues Album ‘Kings of Suburbia’.
Seit fünf Jahren haben Sie kein neues Album in Deutschland veröffentlicht. Warum hat es so lange gedauert?
Bill: Tom und ich sind nach Amerika umgezogen und dann wollten wir erstmal unser Privatleben auf die Reihe kriegen. Wir haben so lange am Stück gearbeitet. Deswegen haben wir uns eine Auszeit genommen und haben dann ganz langsam angefangen, wieder ins Studio zu gehen. Viele Leute bringen ja ein Album nach dem nächsten heraus, das finden wir irgendwie unnatürlich.
Also haben Sie auch die Inspiration für das neue Album in den USA gefunden?
Bill: Genau. Wir konnten dort einfach wieder ein Privatleben haben. In Deutschland konnten wir nicht raus, konnten gar nichts machen, wir waren so eingesperrt, dass wir dachten: Wo sollen wir jetzt die Inspiration noch hernehmen? Wir konnten das erste Mal wieder anfangen zu leben. Und aus dem Leben kommt natürlich die Inspiration.
Kehren Sie jetzt auch wieder privat nach Deutschland zurück?
Bill: Nein! Wir wohnen weiterhin in den USA. Wir sind erst letzte Woche aus L.A. gekommen, Tom und ich.
Tom: Und da fliegen wir auch wieder hin zurück. Aber jetzt, wo das Album rauskommt, wohnt man ja eigentlich nirgends so richtig. Auf Tour ist man eh immer unterwegs und fährt zwischendurch nicht nach Hause.
Sie haben sich ja sehr unwohl gefühlt in Deutschland. Wollen Sie sich das dann wieder antun?
Bill: Nein, wir kommen ja nur nach Deutschland, um hier aufzutreten. Ich liebe Deutschland, ich bin hier total gerne. Ich kann aber hier nicht dauerhaft leben. In Hinblick auf die Band wollen wir natürlich in Deutschland auftreten und Konzerte geben. Dann reisen wir wieder rum und es geht wieder los! Unser Privatleben lassen wir aber in L.A.
Wie unbeobachtet können Sie in den USA leben?
Bill: Sehr! Das kann man gar nicht vergleichen. L. A. ist einfach mal eine riesengroße Stadt. Viel anonymer. Da setzt du dir ein Baseball-Cap auf und eine Sonnenbrille und gehst einfach raus. Da kann man ganz gut abtauchen.
Tom: In Deutschland ist einfach alles ein bisschen intimer und kleiner. Wir lieben ja die Anonymität, für andere kann das schlimm sein.
Was hat sich an Ihrer Musik geändert?
Bill: Das Album ist sehr inspiriert von der neuen Freiheit. In den USA hatten wir das Glück, dass wir einfach rausgehen, feiern, in Clubs gehen, auch mal abstürzen konnten.
Tom: Für uns war es einfach auch ein Luxus, Zeit zu haben, Musik zu machen. Vorher war das immer so eine Hetze, zwei Wochen wurde irgendwo ein Studio gebucht und dann musste man ganz schnell schreiben und aufnehmen. Jetzt haben wir mal die Zeit, Musik zu machen, weil wir Lust darauf haben und nicht, weil wir müssen. Das hat das Album auch extrem musikalisch beeinflusst. Die neue Inspiration verändert auch die Musik.
Sprechen die Texte auch Erwachsene an?
Bill: Das ist ja eine natürliche Entwicklung. Wir machen ja nicht bewusst eine bestimmte Art von Musik. Es ist einfach die Musik, auf die wir selber Bock haben. Ich glaube auch, damals hätten das viele Erwachsene gut gefunden.
Ihre Fans von damals sind ja jetzt auch Mitte Zwanzig und keine kreischenden Mädchen mehr.
Tom: Die können ja auch mit Mitte Zwanzig noch kreischen. Wenn sie mich sehen, auf jeden Fall.
Aber wollen die Sie noch hören?
Bill: Wir sind ja nicht ins Studio gegangen mit dem Vorhaben, das jetzt für eine bestimmte Zielgruppe zu machen. Wir wollen einfach das machen, was wir selber gut finden. Unter den Fans werden natürlich auch viele Leute sein, die in unserem Alter sind. Alle Mitte, Ende Zwanzig.
Tom: Unsere Zielgruppe sind Leute mit gutem Musikgeschmack.
Die Erwartungen an das neue Album sind sehr hoch, das ist ja auch ein großes Risiko.
Bill: Als wir damals gesagt haben, wir machen nichts mehr, haben alle gesagt, das ist ‘Career Suicide’. Sowas muss man einfach ausblenden. Wir wollten jetzt einfach nicht nur ein neues Album machen, um im Gespräch zu bleiben. Sondern weil es sich gut und richtig anfühlt.
Sie sind seit 14 Jahren gemeinsam unterwegs. Es hätte auch die Gefahr bestehen können, dass Sie nicht mehr miteinander arbeiten wollen.
Bill: Das klingt bei uns immer ein bisschen kitschig, aber wir vier kennen uns, seit wir klein sind. Wir sind so eingespielt, da gibt es keine Überraschungen mehr.
Antwort Tom: Wir sehen uns auch Monate nicht und dann ist trotzdem alles wie früher. Uns gibt es seit 14 Jahren und uns wird es auch die nächsten 14 Jahre geben.
Mit den zunehmenden Kreischereien hätten Sie ja auch die Live-Konzerte einstellen können. Wäre das eine Option gewesen?
Bill: Wir haben genau deswegen eine Pause gemacht. Ich konnte den Namen Tokio Hotel nicht mehr hören. Wir hatten alles erzählt, immer das gleiche gemacht und immer gleich ein neues Album hinterhergeschossen. Wenn das passiert, gibt es keine Balance mehr. Da mussten wir eine Auszeit nehmen, um dann wieder frisch zu starten.
Tom: Ja, jetzt haben wir wieder Bock. Wir haben gleich drei Videos gedreht.
Was wird bei Ihrem Album und der neuen Tour anders sein?
Bill: Wir kommen ja noch aus anderen Zeiten. Als wir bekanntwurden, gab es ja noch kein Facebook, Twitter oder Instagram. Das war ja damals noch ein bisschen Old School, wir hatten ja noch Autogrammkarten. Das gibt’s ja heute gar nicht mehr. Heute gucken dich die Leute komisch an, wenn du ihnen was unterschreiben willst.
Tom: Die wollen lieber ein Selfie. Es gab ja auch jetzt die Frage: Sollen wir überhaupt noch Autogrammkarten drucken?
ZUR PERSON: Tokio Hotel zählt im deutschsprachigen Raum zu den kommerziell erfolgreichsten Bands der vergangenen Jahre. Zu ihr gehören die eineiigen Zwillinge Bill und Tom Kaulitz (Gesang und Gitarre), Gustav Schäfer (Schlagzeug) und Georg Listing (Bass). Das Video zu ihrer Debütsingle «Durch den Monsun» (Juli 2005) und ihr Debütalbum «Schrei» bescherte der Band aus dem Raum Magdeburg viele, überwiegend jugendliche, weibliche Fans. Die intensive öffentliche Wahrnehmung und Stalking bewegte die Band 2010 zum Rückzug.
(1) Сначала прессе и фанатам показывают фильм о группе, а также три новых клипа (2) Пресс-конференция: - Том сказал, что Wetten Dass должен пройти отлично, потому что там будет Меган Фокс - Биллу очень понравилось сниматься в клипе #LWLYB. Билл всегда хотел сделать нечто подобное как в LWLYB. Он вдохновился фильмом "Парфюмер". LWLYB о том, что люди должны проявлять любовь во всех смыслах - Журналист с RTL задал хороший вопрос, что это за Бэби-Захе с GGAG. Том гордо заявил, что это его идея. - Билл: "У кого хороший вкус, полюбит наш новый альбом" (с). Зал засмеялся. читать дальше- Кто-то спросил о самочувствии Георга и Густава, так как пока на вопросы отвечали только Каулитцы. - Кто-то назвал Георга Герхардом. - Был ли у ГГ вариант не ехать в ЛА? - Густав: "Нет". - Скоро объявят новые даты - Группа хочет устроить пати хард в Берлине - Covered in Gold потребовала больше времени, её довели до идеала в самом конце записи альбома. - GGAG написали первой. - Началась автограф-сессия. - Спросила у Тома, когда он отстрижёт. Он сказал, что будет почтить её 3 года. Билл вмешался, что борода Тома воняет. - Билли похвалил мой немецкий. И в конце посмотрел очень няшно. Всё-таки няшка.
„Kings of Suburbia“ sei „das Gefühl, das alles bedeutet und gar nichts“, sagt Bill zum Albumtitel. Nach Hören des Albums möchte man ihm nicht grundsätzlich widersprechen.
„Wir mussten erst mal unseren Kopf freimachen und einen radikalen Neubeginn riskieren“, erklären Tokio Hotel derzeit zur Veröffentlichung ihres neuen Albums „Kings of Suburbia“ Fünf Jahre liegt das letzte Erfolgsalbum der Magdeburger Teeniebopper zurück, eine lange, kathartische Zeit, die das vom Erfolg übermannte Quartett in der relativen Anonymität von Los Angeles verbrachte. Dort haben sie auch das Album eingespielt.
Wenn Jungs sich den Kopf leer machen, bleibt offenbar eins unberührt: Das Video zu „Girl Got A Gun“, einem lauten, gummiartigen Elektroglam-Riffrock mit Stimmverfremdung, zeigt ein Plüschtier, das einen schlaffen Penis sowie buntbemalte Menschen, die Pistolen masturbieren. Das Cover der neuen, dritten Single „Love Who Loves You Back“ ziert eine aus zwei gespreizten Damenfingern und einer Computermaus stilisierte Vagina, die, mit Verlaub, gespaltene Reaktionen der Hörerschaft provoziert. Musikalisch hört man einen mäßig federnden, ungefähr sehnsüchtigen Eurosynthie-Pop, den man sich als die zweite, quasi-balladeske, Gangart des Albums vorstellen darf. Interessant immerhin, dass gerade die wenigen international erfolgreichen deutschen Bands – man denke ans „Virgin Killer“-Album der Scorpions oder Rammsteins „Pussy“ – den Erfolg gern mit im Zweifel stramm misogynen Hypersexualisierungen zu steigern suchen. Das Video zu „Love Who Loves You“ illustriert jedoch zunächst Sänger Bill Kaulitz’ Berichte, man habe die Flucht vor dem Hype in Deutschland vor allem in den Clubs der Westküstenmetropole vollzogen. Dort bekommt man offenbar großzügig MDMA in die Drinks gemischt – wir sehen die Vorstadtkönige in einer nebligen, blau belichteten Kuschelorgie, sparsam bekleidete Damen, die sich trockensexend an jungen Herren reiben oder mit Sänger Bill Kaulitz’ diversen Nasen-, Mund- und Nippelpiercings spielen. Am Ende der dichtgedrängten, schwülen Szene zieht der grell blondierte Sänger einen glatzköpfigen, runden Türsteher in den Aufzug, dessen Kopf er, während die Tür sich schließt, in Richtung seines Schoßes drückt – da wird es wieder einige Gerüchte zur sexuellen Orientierung zu dementieren geben.
Statt der früheren Anleihen bei japanischer Visual-Kei-Androgynität bevorzugt man nun schwarze Neo-Punk-Fashion mit Bartschatten, Metallketten und Netzhemden. Im Sound äußert sich das in einer aufgepumpten Reminiszenz an den fetten L.A.-Klang eines Billy Idol, die Gitarren von Bills Bruder Tom werden von der Elektronik meist überlagert, von vage zeitgemäßen Studiotricks und sogenannten Beats, die sich ohne größeren Widerstand der rhythmischen und harmonischen Harmlosigkeit fügen.
„Kings of Suburbia“ sei „das Gefühl, das alles bedeutet und gar nichts“, sagt Bill zum Albumtitel. Nach Hören des Albums möchte man ihm nicht grundsätzlich widersprechen.